Häufig gestellte Fragen: CityEL
Allgemeine Informationen
Was unterscheidet den CityEL von klassischen Verbrennungsfahrzeugen?
Der CityEL fährt wesentlich sparsamer als ein klassisches Verbrennungsfahrzeug, er braucht nur ca. 5 kWh pro 100 km an Energie, das macht Energiekosten von ca. 1 Euro pro 100 km aus. Ein klassisches Verbrennungsfahrzeug benötigt ca. 8 l Benzin auf 100 km, was ca. 10-12 Euro kostet. Der Strom für den CityEL kostet also nur ein Zehntel dessen, was ein Verbrennungsfahrzeug an Benzin verbraucht.
Außerdem ist der CityEL dreirädrig und ein Einsitzer. Dadurch werden nicht mehrere Sitzplätze mittransportiert, die gar nicht benötigt werden. Der CityEL ist zudem sehr leicht, inkl. Batterien wiegt er nur ca. 280 kg, während ein Verbrennungsfahrzeug leicht 800 kg auf die Waage bringt. Dadurch entstehen, zusammen mit dem Elektroantrieb, der mit 90% Effizienz deutlich wirksamer arbeitet als ein moderner Verbrennungsantrieb mit 40% Effizienz, enorme Energieeinsparungseffekte und als Konsequenz die oben aufgeführten Kostenvorteile.
Wie lange halten die Batterien?
Für die Blei-Vlies-Batterien gilt eine Lebensdauer von ca. 15.000 km, für die Lithium-Batterien von ca. 70.000 km. Wie lange die Batterien tatsächlich genutzt werden können, hängt hauptsächlich von Ihrer jährlichen Fahrleistung ab. Daneben ist auch das Fahrverhalten wichtig. Auch eine Batterieheizung für den Winter verlängert die Lebensdauer Ihrer Batterien.
Welche Batterietypen sind für den CityEL verfügbar?
Für Gebrauchtfahrzeuge bietet die Smiles AG Blei-Vlies-Batterien (von der Firma CTM für 36V Fahrzeuge, 100 Ah, von der Firma Apollo für 48V Fahrzeuge, 80 Ah) oder Lithium-Batterien (von der Firma ThunderSky für 36V und 48V Fahrzeuge, 60, 90 oder 100 Ah) an. Für Neufahrzeuge hat die Smiles AG schon vollständig auf Lithium-Batterien (von der Firma ThunderSky für 36V und 48V Fahrzeuge, 60, 90 oder 100 Ah) umgestellt und bietet hier keine anderen Batterietypen mehr an.
Ich wohne im Ausland. Kann ich dort auch einen CityEL fahren?
Das kommt auf das Land an. Eine Liste unserer Importeure im Ausland finden Sie im Internet unter www.smiles-world.de unter dem Link „Händler“.
Sicherheit
Ist der CityEL überhaupt sicher?
Ja. Der CityEL hat ein einzigartiges Sicherheitskonzept, das auf der Konstruktion und dem Zusammenwirken von Chassis, Überrollbügel und Batteriekasten basiert. In einem Crash-Test wurde uns vom TÜV bestätigt, dass die Sicherheit des CityEL mit der herkömmlicher Kleinwagen vergleichbar ist. Das Sandwich-Composite-Chassis lehnt sich an die Konstruktionsweise eines Formel-1-Wagens an, denn es besteht aus einem doppelwandigen Kunststoff, der mit einem hochenergieabsorbierendem Spezialmaterial gefüllt ist. Damit ist sichergestellt, dass bei einem Aufprall auf den CityEL im Falle eines Unfalls die Aufprallenergie von dem Fahrzeugchassis aufgenommen (absorbiert) wird. Da der CityEL ein Leichtfahrzeug ist, wird es nach der Aufpralldämpfung weggeschoben. Der Hauptunterschied im Sicherheitskonzept zu herkömmlichen PKW besteht also darin, dass hier nicht eine starre Masse im Weg steht, die zusammengeschoben wird (wie das Blech im Bereich des Hecks und der Motorhaube eines PKW), die somit eine große Knautschzone benötigt. Der CityEL verstärkt die Sicherheit zusätzlich durch den Aluminium-Überrollbügel, der im unteren Bereich des Fahrzeugs direkt in den Aluminium-Batteriekasten übergeht. Somit sorgt eine durchgehende Verstärkung des Chassis im Bereich des Fahrers für zusätzliche Sicherheit, z.B. im Falle eines Seitenaufpralls.
Fahreigenschaften
Was unterscheidet die 36V von der 48V Version?
Der CityEL ist mit einer Batteriespannung von 36V oder 48V erhältlich. Einzelne Elektronikkomponenten im Fahrzeug sind extra auf die 36 bzw. 48 V Bauweise abgestimmt. Der Unterschied beider Fahrzeugversionen besteht also nicht allein in den Batterien. Die 48V Version hat durch die stärkeren Batterien mehr Drehmoment, was z.B. als Kraft bei der Beschleunigung spürbar wird. Außerdem bietet die 48V Version durch die stärkeren Batterien auch mehr Reichweite. Die 48V Version gibt es mit verschiedenen Übersetzungen (Länge der Antriebskette) als 57 km/h und als 63 km/h Version (dies sind die Höchstgeschwindigkeiten). Die 36V Version ist als 45 km/h und als 53 km/h Version erhältlich.
Welche Geschwindigkeit kann ich maximal mit dem CityEL fahren?
Das hängt von der technischen Ausstattung des CityEL ab. Bei bestmöglicher Ausstattung (48V Version, Übersetzung des Kettenantriebs) können Sie max. 63 km/h schnell fahren. Weiterhin gibt es die Geschwindigkeitsversionen 45 km/h und 53 km/h (bei der 36V Version) sowie 57 km/h (bei der 48V Version).
Welche Reichweite hat ein CityEL?
Das hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. Topographie (steiles oder ebenes Gelände), Reifendruck, Zuladung, Fahrbahnuntergrund, Wetter (extrem kalte Temperaturen reduzieren die Reichweite), Batterietyp, Batteriespannung, Fahrverhalten. Mit Lithium-Batterien sind durchschnittlich ca. 100 km Reichweite mit dem CityEL möglich.
Ist der CityEL wintertauglich?
Ja. Die Reifen sind Ganzjahresreifen und extra für den CityEL entwickelt. Das Verdeck bei der Fun-Version ist wasser- und schneedicht. Serienmäßig hat der CityEL eine Gebläseheizung für die Windschutzscheibe, so dass diese im Winter nach dem Eiskratzen auch nach ca. 5 Minuten eisfrei wird. Optional gibt es für den CityEL auch eine Sitzheizung sowie eine Batterieheizung. Die Batterieheizung sorgt dafür, dass die Batterien beim Aufladen an der Steckdose warm gehalten werden, so dass sich die Reichweite bei Minustemperaturen nicht reduziert. Entscheidend für die Reichweite ist die Wärme während des Ladens. Beim Parken des CityEL ist ein Warmhalten der Batterien nicht von so großer Bedeutung. Da der CityEL nicht wie ein normaler PKW vollständig luftdicht abgeschlossen ist, sollte man trotz Sitzheizung im Winter am besten seine Jacke beim Fahren anbehalten und eventuell Handschuhe anziehen.
Wie ist die Steigfähigkeit des CityEL am Berg?
Der CityEL kann Steigungen bis zu 16% bewältigen. Dabei ist der Ladezustand der Batterien entscheidend. Je leerer diese bereits sind, desto geringer die Steigfähigkeit.
Führerschein
Welchen Führerschein brauche ich für den CityEL?
Der CityEL kann mit einem herkömmlichen PKW-Führerschein Klasse B (frühere Klasse 3) gefahren werden. Die 45 km/h-Variante des CityEL kann auch mit Führerschein Klasse S (ab 16 Jahren) oder Klasse T (frühere Klasse 4) gefahren werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.smiles-world.de/fuehrerschein.
Wie kann ich den CityEL als 45 km/h Version zulassen?
Jeder CityEL kann elektronisch bzw. per Änderung der Übersetzung auf eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h beschränkt werden und damit als 45 km/h Version zugelassen werden. Eine Bauanleitung für den Einbau der notwendigen Brücke für die Geschwindigkeitsbegrenzung sowie alle Zulassungsdokumente können Sie bei uns gegen eine Unkostenbeteiligung von 10 Euro anfordern.
Kosten
Was kostet mich der CityEL in der Anschaffung?
Der CityEL kostet als Neufahrzeug (48 V Version inkl. Lithium-Batterien) ab 11.198 Euro. Es gibt auch gute Gebrauchtfahrzeuge in der 48 V Version ab ca. 7.000 Euro (ohne Batterien). Man kann den CityEL auch für 1 Monat bis 2 Jahre mieten, dies ist noch günstiger.
Mit welchen laufenden Kosten für den CityEL muss ich rechnen?
Der CityEL kostet nur ca. 1 Euro Strom pro 100 km und nur ca. 80 Euro Haftpflichtversicherung pro Jahr. Steuern sind die ersten 5 Jahre kostenfrei, danach fallen lediglich 11,25 Euro pro Jahr an.
Inklusive Wertverlust, Batteriekosten, Versicherung, Steuern, Reparaturen und Energiekosten fallen für den CityEL somit 0,34 Euro pro km an, während Verbrennungsfahrzeuge wie der Smart 0,54 Euro pro km kosten und der VW Golf sogar 0,79 Euro pro km.
Technische Informationen
Ist der CityEL mit einem Solarmodul auf dem Dach erhältlich?
Der CityEL ist nicht mit Solarmodul erhältlich. Dies würde auch gar keinen Sinn machen, denn eine Solaranlage auf dem CityEL-Dach
- hat zu wenig Fläche, als dass sich deren Energieerzeugung lohnen würde
- verursacht beim Fahren Windwiderstand, der zusätzlich Energie kostet
- verursacht eine Verlagerung des Fahrzeugschwerpunktes nach oben, wodurch das Kurvenverhalten negativ beeinflusst wird.
Wenn Sie den CityEL dagegen mit regenerativer Energie auftanken möchten, können Sie z.B. mit einem 5 m² großen Solarmodul auf Ihrem Hausdach genug Energie für eine jährliche Fahrleistung von ca. 8.500 km erzeugen. Dies ist auch sinnvoll, da hier die Fläche groß genug ist und Sie tagsüber für 0,50 Euro Einspeisevergütung pro kWh ins Stromnetz einspeisen und nachts, evtl. mit dem günstigen Nachstromtarif, für 0,09 Euro pro kWh ihr CityEL aufladen können.
Hat der CityEL eine Energierückgewinnung beim Bremsen (Rekuperation)?
Nein, und zwar aus folgenden Gründen: Es würde den CityEL teurer und schwerer machen. Außerdem lohnt es sich nicht, die geringe Bremsenergie, die beim Bremsen vor einer roten Ampel anfällt, zurückzuspeisen. Auch aus Sicherheitsgründen bieten wir die Rekuperation nicht an, da das Hauptantriebsrad hinten links ist und bei einer Rekuperation das linke Hinterrad etwas verzögern würde. Hierdurch können auf glatten Straßenbelägen gefährliche Situationen entstehen, was wir Ihnen als Kunden nicht zumuten möchten.
Der CityEL rollt durch sein geringes Gewicht sehr gut, so dass man hier die überschüssige Energie durch vorausschauendes Fahren auch sehr gut nutzen kann.
Was ist eine ECU?
Die EcoControlUnit ist ein kleiner drehbarer Regler am Armaturenbrett des CityEL bzw. bei einigen Modellen auch oberhalb der Handbremse, der die zur Verfügung stehende Antriebsspannung regelt. Stellt man diese Spannung sehr niedrig ein, ist die Beschleunigung und Geschwindigkeit bergauf deutlich geringer, dafür aber die Reichweite größer. Bei großer Antriebsspannung ist die Beschleunigung größer, dafür aber die Reichweite geringer.
Was versteht man unter Duplex- und Simplexkette?
Eine Duplex- bzw. eine Simplexkette ist Bestandteil des FactFour-Antriebs. Eine Duplexkette besteht aus zwei unmittelbar nebeneinander laufenden Simplexketten. Gegenüber der Simplexkette hat sie den Vorteil der längeren Haltbarkeit.
Was versteht man unter HCS-Federung?
HCS bedeutet High Comfort Suspension und bezeichnet die neue, dreilagige Blattfederung an beiden Hinterrädern des CityEL. Auf Kopfsteinpflaster und sonstigen unebenen Fahrbahnen ergibt sich eine wesentlich verbesserte Federung im Vergleich zu den früheren einlagigen Blattfedern.

